Mike Terranova: „Finale hier bei uns gegen RWE wäre schön“

mike terranova: „finale hier bei uns gegen rwe wäre schön“

Gibt an der Seitenlinie die Richtung vor: RWO-Trainer Mike Terranova.

Erleichtert, aber auch spürbar stolz zeigte sich Mike Terranova nach Abpfiff im Gespräch mit den Pressevertretern. Durch einen 3:0 (1:0)-Heimsieg über den Oberligisten SF Baumberg hatte Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen das Finale des Niederrheinpokals erreicht. „Absolut verdient. Man hat von der ersten Minute an gespürt, welche Mannschaft hier unbedingt ins Endspiel einziehen wollte“, meinte der 47-Jährige, für den es nach 2018 und 2023 die dritte Endspielteilnahme als Trainer mit den Kleeblättern ist.

Auf wen die Rot-Weißen am „Finaltag der Amateure“ am 25. Mai treffen werden entscheidet sich am 10. April (19.30 Uhr), wenn im zweiten Halbfinale Drittligist Rot-Weiss Essen den Oberligisten Ratingen 04/19 empfängt. „Ich wünsche mir in erster Linie natürlich ein Finale hier bei uns im Stadion Niederrhein“, betont der Oberhausener Fußballlehrer, wobei er kurz darauf mit einem Schmunzeln anmerkt: „Ein Finale hier bei uns gegen Essen wäre schon schön. Mal schauen.“

RWO: Tim Stappman lässt die erste Großchance für die Kleeblätter liegen

Auch bei den Auflagen 2018 und 2023 ging es im Endspiel jeweils gegen RWE. Einmal mit dem Sieg für die Kleeblätter, einmal mit dem besseren Ende für die Essener. „Egal gegen wen wir nun spielen, wir freuen uns über das Erreichte und wollen den Pott natürlich gewinnen“, so Terranova, der allerdings wusste, dass der Sieg gegen Baumberg durchaus ein hartes Stück Arbeit war.

Dabei wäre sein Team um ein Haar bereits nach wenigen Sekunden in Führung gegangen. Doch der aufgerückte Innenverteidiger Tim Stappmann ließ die Großchance im Duell mit Baumbergs Schlussmann Daniel Schwabke liegen. „Das fängt ja gut an“, dachte sich Terranova und hatte dabei die traumatische Finale-Pleite 2013 eben gegen jene Sportfreunde aus Baumberg im Hinterkopf, wo er noch selbst als RWO-Spieler auf dem Rasen stand. „Auch damals hatten wir ja zahlreiche Chancen und sind am Ende bestraft worden.“

RWO-Trainer Mike Terranova: „Das muss der Weg sein“

Doch dieses Mal lief es zum Glück aus Sicht der Hausherren vor knapp 2000 Zuschauern anders. Christian März brachte RWO nach 17 Minuten in Front, ehe in Halbzeit zwei Moritz Stoppelkamp (80.) und der eingewechselte Sven Kreyer (84.) alles klar machten. „Natürlich müssen wir bereits zur Pause deutlicher führen. Dann kommst du auch gar nicht mehr ins Schwitzen. In so einem Pokalspiel kann schließlich immer mal ein Ball durchrutschen und dann stehst du“, so Terranova. „Letztendlich haben wir das aber souverän gemeistert und hatten dann hinten heraus auch mit den Einwechselungen die Qualität, um den Sack zu zumachen.“

Gerade weil die Regionalliga-Saison mit Platz sechs und 19 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Alemannia Aachen enttäuschend verlaufen ist, war die Bedeutung des Pokal-Halbfinals umso größer. „Es war zuletzt nicht einfach. Wir haben viel auf die Fresse bekommen. Der Einsatz hat zwar gestimmt, aber nicht die Ergebnisse. Umso mehr freut es mich für die Mannschaft und unsere Fans, dass wir uns heute belohnt haben“, sagt Terranova, der auch abseits des Pokalfinals zuversichtlich Richtung Restsaison schaut: „Nicht zuletzt die jungen Spieler haben in den vergangenen Spielen überzeugt. Denis Donkor, Dominik Burghard, Kerem Yalcin oder Ozan Hot. Das muss der Weg sein, denen jetzt auch mit Blick auf die nächste Saison mehr Spielzeit zu geben.“

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