Nettelbeckplatz in Berlin-Wedding: Gremium soll neuen Namen auswählen

nettelbeckplatz in berlin-wedding: gremium soll neuen namen auswählen

Der Nettelbeckplatz in Wedding soll umbenannt werden. Die Vorschläge der Berliner waren kreativ.

Der Vorgang um die Umbenennung des Nettelbeckplatzes im Stadtteil Wedding geht in die nächste Runde. Nachdem Berliner im vergangenen Jahr ihre Vorschläge für einen neuen Namen online einreichen durften, soll nun ein Gremium in drei Sitzungen bis zum Sommer drei Favoriten bestimmen.

Nötig wurde die Umbenennung, weil der Namensgeber des Platzes eine problematische Geschichte hat. Joachim Nettelbeck (1738-1824), so heißt es auf dem Bürgerbeteiligungsportal mein.berlin.de, war zu seiner Zeit aktiv im Sklavenhandel tätig und betrieb Koloniallobbyismus. An dem Namensgremium sind demnach neben Einrichtungen mit lokalem Bezug auch Initiativen mit Dekolonialisierungs-Perspektive involviert.

Nach Angaben des Bürgerbeteiligungsbüros „Misch mit in Mitte“ sollen die drei ausgewählten Namen anschließend in Zusammenarbeit mit dem Mitte Museum Berlin „gründlich geprüft“ werden – vermutlich, um eine ähnlich abschreckende Vergangenheit des neuen Namensgebers oder der neuen Namensgeberin auszuschließen. Erst nach Abschluss der Prüfung wird die Bezirksverordnetenversammlung endgültig über den Namen entscheiden.

Dabei kann das Gremium aus zahlreichen ernsten und nicht so ernst gemeinten Vorschlägen auswählen. Die meisten Kommentare hat der Vorschlag „Gisela-Breitling-Platz“ erhalten. Die gebürtige Berlinerin war nicht nur Künstlerin und Malerin, sondern setzte sich auch als Aktivistin für die Anerkennung von Frauen in der Kunstgeschichte ein. Sie wurde 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz am Band geehrt.

Ein Vorschlag, der es im Gremium weitaus schwerer haben dürfte, ist auf Platz 2 der meisten Kommentare gelandet: „Platzi McPlatzgesicht“, Kurzform „Platzi“. Auch die Vorschläge „Der Platz ist Lava“ und „Deine-Mamer-Platz“, beide gepostet von Nutzer DJ_Jobcenter, dürften es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht unter die Top 3 schaffen.

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