US-Ölsektor: Diamondback Energy kauft Endeavour Energy für 26 Milliarden US-Dollar

In der US-Ölindustrie ist eine weitere Mega-Fusion vereinbart worden. Nach den Milliardenzukäufen von ExxonMobil und Chevron übernimmt nun Diamondback seinen Wettbewerber Endeavour Energy – für 26 Milliarden Dollar.

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US-Ölsektor: Diamondback Energy kauft Endeavour Energy für 26 Milliarden US-Dollar

Das wachsende Vertrauen in eine wirtschaftliche Erholung, insbesondere in den USA, hat in den vergangenen Monaten zu mehreren großen Deals im Energiesektor geführt. Nun machen künftig die beiden US-amerikanischen Ölkonzerne Diamondback Energy und Endeavour Energy gemeinsame Sache. Diamondback Energy zahle für den Wettbewerber 26 Milliarden US-Dollar (rund 24,1 Milliarden Euro) einschließlich Schulden, teilte Diamondback am Montag in Midland im US-Bundesstaat Texas mit. Die Fusion dürfte im vierten Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen werden. Damit ist der nächste große Deal in der US-Ölbranche fix.

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In den vergangenen Wochen und Monaten haben große Player der Industrie die Konsolidierung des US-Ölsektors massiv vorangetrieben – zu nennen ist unter anderem die 53-Milliarden-Dollar-Übernahme von Hess durch Chevron und zwei Wochen zuvor einen 59,5-Milliarden-Dollar-Deal durch ExxonMobil, die größte Übernahme seither. Außerdem hatte Occidental Petroleum eine Vereinbarung über den Kauf von CrownRock für knapp elf Milliarden Dollar erzielt. Die großen Ölkonzerne wollen sich weiteres Land für Bohrungen und Fracking sichern. So entstehen in der zuvor fragmentierten Branche immer größere Unternehmen.

Im aktuellen Fall zahlt Diamondback für Endeavour mit einer Kombination aus acht Milliarden Dollar in bar und 117,3 Millionen Diamondback-Aktien. Am neu entstehenden Unternehmen werden die Diamondback-Aktionäre rund 60,5 Prozent halten, die Endeavour-Aktionäre demnach rund 39,5 Prozent. Die Nachrichtenagentur Bloomberg und die „Finanical Times“ sowie das „Wall Street Journal“ hatten bereits am Morgen berichtet, dass die Gespräche über den Zusammenschluss kurz vor dem Abschluss stünden.

Beide Unternehmen sind in Midland beheimatet und bohren nach Öl im Permbecken, Amerikas größtem Ölfeld in den Bundesstaaten Texas und New Mexico. Endeavour wurde nach einer Reihe anderer Übernahmen als einer der letzten großen Kandidaten für eine Fusion in der Branche angesehen. Angeblich hatte das Unternehmen auch das Interesse von ExxonMobil, Chevron und ConocoPhillips geweckt.

Nun verstärkt stattdessen Diamondback seine Position. Gemeinsam mit Endeavour soll im Permbecken umso effizienter Öl gefördert werden. Durch Synergien erwarten die beiden Ölkonzerne jährliche Einsparungen in Höhe von 550 Millionen Dollar. Zusammen verfügen sie über die Rechte an 838.000 Hektar Land und können künftig täglich 816.000 Barrel Öläquivalent fördern.

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