Hat Jeton G. einen Mithäftling im Gefängnis erpresst?

Jeton G., der im März 2015 in Zürich-Affoltern einen Mann erschossen hat, soll in der Strafanstalt Pöschwies wieder straffällig geworden sein.

Laut Anklage hat der heute 40-jährige Jeton G. Ende 2021 von einem Mitgefangenen zwischen 2000 und 5000 Franken erpresst. Dabei soll er zwei Komplizen, die ebenfalls in der Strafanstalt Pöschwies einsassen, beauftragt haben, die Ehefrau des Schuldners zu bedrohen. So wurde die Ehefrau mehrfach telefonisch und per Whatsapp durch Jeton G. und einen der beiden Komplizen kontaktiert und zur Geldzahlung aufgefordert. Einer der beiden Komplizen hat den Schuldner zudem im Gefängnis mit Fäusten traktiert.

Jeton G. hatte im März 2015 für Schlagzeilen gesorgt, als er auf der Wehntalerstrasse in Zürich-Affoltern einen Mann aus einer verfeindeten Gruppe erschoss. Er sitzt wegen vorsätzlicher Tötung eine Freiheitsstrafe von 16,5 Jahren ab.

Komplize bedrohte Aufseher mit dem Tod

Bei den beiden Komplizen handelt es sich um einen 31 Jahre alten Afghanen und einen 30 Jahre alten Schweizer mit Migrationshintergrund. Der Afghane ist mehrfach wegen Gewaltdelikten vorbestraft und sass eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung ab. Der Mann war 2015 in die Schweiz gekommen, sein Asylgesuch wurde abgewiesen.

Er ist zusätzlich wegen Drohung gegen einen Aufseher angeklagt. Er hat den Aufseher im Juni 2023 mit dem Tod bedroht, weil dieser gegen ihn einen so genannten Taser einsetzte. Damals hatte sich der Afghane geweigert, nach der Mittagspause vom Pausenhof wieder in die Wohngruppe zurückzukehren. Er hielt sich eine Schere an sein rechtes Auge und schrie zu den Mitarbeitern: «Alle, die jetzt näherkommen, werde ich abstechen!» Als der Beschuldigte versuchte, sich mit der Schere selbst zu verletzen, und einen Angriff auf einen Mitarbeiter andeutete, setzte der Aufseher den Taser ein. Es war der erste und einzige Taser-Einsatz in der Strafanstalt Pöschwies überhaupt.

Jeton G. wurde vom Prozess dispensiert

Am Prozess vor dem Bezirksgericht Dielsdorf vom Dienstag erschien Jeton G. nicht. Der Einzelrichter hat ihn dispensieren lassen, weil Jeton G. mitteilen liess, dass er weder zur Person noch zur Sache Aussagen machen werde. Er befindet sich inzwischen im Gefängnis Lenzburg. Doch auch seine beiden anwesenden Komplizen verweigerten am Prozess die Aussagen zum Tatgeschehen.

Die Staatsanwältin hat Jeton G. und seine beiden Komplizen wegen räuberischer Erpressung, einfacher Körperverletzung sowie wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte angeklagt. Der bedrohte Häftling und seine Ehefrau hätten sich Sorgen um die Sicherheit der Familie gemacht. Die  Staatsanwältin forderte für Jeton G. eine unbedingte Freiheitsstrafe von zehn Monaten. Für den Afghanen verlangte sie eine zu vollziehende Strafe von zwölf Monaten sowie einen zehnjährigen Landesverweis. Der dritte Beschuldigte soll eine bedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten erhalten.

Die drei Verteidiger plädierten unisono auf Freisprüche. Es gebe keine konkreten Beweise für die Anschuldigungen. «Es handelt sich um ein Anschuldigungskonstrukt, um meinem Mandanten zu schaden», sagte der Anwalt von Jeton G. Zudem erhoffe sich der Privatkläger eine Entschädigung. Der Anwalt des Afghanen sagte, dass sein Mandant nach dem Tasereinsatz für zehn Tage in den Arrest gesteckt wurde. Er sei dafür schon bestraft worden.

Der Einzelrichter wird das Urteil am Freitagvormittag fällen.

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