Geldanlage: Diese sechs Aktien passen zu einem ausgewogenen Investmentstil

Von „defensiv“ über „Qualität“ zu „Wachstum“: Goldman Sachs sortiert Titel nach Anlagekriterien. Dabei fallen Titel mit mehreren positiven Merkmalen ins Auge.

Profianleger investieren nicht immer gezielt in einzelne Aktien, aber sind häufig auch nicht zufrieden mit Fonds, die einfach Aktienindizes abbilden. Oftmals ist wiederum das Interesse dabei, bei Einzeltiteln gleich eine ganze Sammlung zu erwerben, die einem bestimmten Investmentstil entspricht oder gemeinsame Schwerpunkte hat.

Dieser Ansatz ist auch für private Anleger interessant, die ihr Depot auf bestimmte Ziele ausrichten wollen, etwa auf Wachstum oder auf Sicherheit. So gibt es zum Beispiel die bekannte Unterteilung in Wachstums- oder günstig bewertete Value-Titel. Auch die Höhe der Ausschüttung sowie die Konzentration aufs jeweilige Inland oder die internationalen Märkte können interessante Merkmale sein.

Die US-Bank Goldman Sachs bietet Groß-Investoren sogenannte „Baskets“ an, die durch bestimmte Eigenschaften definiert sind und jeweils eine große Zahl von Titeln mit ähnlichen Merkmalen gleichgewichtig vereinen.

Ein Blick in diese Baskets ist für Anleger spannend. Denn die Zuordnung in den jeweiligen Korb erfolgt auf Grundlage einer Prüfung der Daten durch das Research von Goldman.

Manche Aktien qualifizieren sich dabei gleich durch mehrere positive Eigenschaften, sind also in einer ganzen Reihe von Baskets vertreten. Dabei lohnt sich zunächst eine Übersicht über die für Europa ausgewiesenen Themen und Investmentstile und die entsprechenden Aktien:

- Zu den europäischen Titeln mit hohen Dividenden zählt Goldman zum Beispiel Mercedes und Porsche; dabei prüfen die Experten auch die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen. Ein weiteres Beispiel in diesem Bereich ist der italienische Finanzkonzern Mediobanca.

- Unter „hohes Dividendenwachstum“, wobei hier Schätzungen der künftigen Ausschüttungen den Ausschlag geben, fallen dagegen im Autosektor Volkswagen und Renault, bei den Banken Unicredit in Italien und Santander in Spanien.

- Hohes geschäftliches Wachstum bekommen in Deutschland unter anderem Symrise, SAP und Infineon zugebilligt. Eine besonders starke Bilanz hat nach Auswertung einer Kennzahl (Altman-Z-score) zum Konkursrisiko zum Beispiel der belgische Biopharma-Konzern Argenx.

- Interessant ist auch ein Basket von Firmen, die von staatlichen Infrastrukturausgaben in Europa profitieren sollten. Deutsche Beispiele hier sind Wacker Chemie und wiederum SAP.

Der genaue Blick: Sechs rundum attraktive Aktien

Sechs Titel fallen auf, weil sie gleich in mehreren Baskets vertreten sind, die allesamt für ein solides Investment stehen und damit gerade auch für langfristig orientierte Anleger taugen. Dabei geht es zunächst um „stabiles Wachstum“, definiert als hoher, aber nicht allzu stark schwankender Umsatzuwachs. Ähnlich, aber bezogen auf die Ertragsstärke, funktioniert der Basket „hohe und stabile Gewinnmargen“.

Der dritte Korb, den die sechs Titel gemeinsam haben, heißt „Qualität“ und weist zusätzlich zu stabilen Gewinnen und Umsätzen noch starke Bilanzen auf. Eine der sechs Aktien, Novo Nordisk, ist zusätzlich noch im Basket „defensiv“ vertreten, der im Verhältnis zum breiten Aktienindex Stoxx Europe 600 relativ geringe Schwankungen aufweist.

Hier ein Blick auf die einzelnen Titel:

Ferrari-Aktie

Die (überwiegend) roten Sportwagen haben eine Käuferschicht, für die Geld kaum eine Rolle spielt. Und Ferrari hat es über Jahrzehnte geschafft, die eigene Marke in einer Topposition zu halten, die hohen Bekanntheitsgrad und starke Exklusivität vereint. Das Unternehmen kauft nach und nach Aktien im Rahmen eines zwei Milliarden Euro schweren Programms zurück.

Mit einem Verhältnis von Aktienkurs zu Gewinn je Aktie (KGV) auf Basis der Schätzung für 2024 von fast 50 laut LSEG Market Monitor ist die Aktie nicht billig. Von Analysten gibt es aktuell fünf Kauf-, neun Halten-Empfehlungen und eine Einstufung als „Verkauf".

Novo-Nordisk-Aktie

Der dänische Konzern ist seit Langem als Produzent von Insulin bekannt, das von Diabetikern benötigt wird. Zuletzt wurde die Firma zudem häufig genannt, weil zwei ihrer Präparate gegen Übergewicht helfen. Allerdings steht der Konzern in den USA unter Druck von politischer Seite, seine Preise gerade für die Schlankheitsmittel zu senken. Und in China gibt es Streit mit zwei Konkurrenten, die diese Medikamente kopieren wollen. Das KGV liegt bei 42, es gibt 18 Kauf-, neuen Halten- und zwei Verkaufsempfehlungen.

Hermès-Aktie

Luxus geht immer, gilt als stabiles Geschäft. Hermès ist in Bereichen wie Lederwaren, Kleidung und Schmuck unterwegs. In den USA wurde die Firma verklagt, weil sie eine bekannte nach der Schauspielerin Jane Birkin benannte Tasche nur Stammkunden verkauft. Wegen der politischen Wirren nach der Europawahl stehen in Frankreich, dem Heimatland des Luxus, zurzeit die Aktien unter Druck. Die Umsätze im Inland von Hermès liegen laut der US-Bank Jefferies aber nur bei neun Prozent. Barclays hat allerdings gerade das Kursziel von 2410 auf 2320 gesenkt. Das KGV liegt bei 47, die Empfehlungen lauten je elfmal auf „Kauf“ und „Halten“ sowie einmal auf „Verkauf".

L'Oréal-Aktie

Das französische Unternehmen ist ähnlich wie Hermès im Luxus und in Frankreich zu Hause, hat aber als weltgrößter Kosmetikkonzern einen anderen Schwerpunkt und eine breitere Käuferschicht. Ende Mai hatte Morgan Stanley das Kursziel von 559 auf 577 Euro erhöht. Das KGV liegt bei knapp 35. Es gibt 13 Kauf-, elf Halten- und drei Verkaufsempfehlungen.

Experian-Aktie

Das britische Unternehmen ist auf die Auswertung großer Datenmengen für seine Firmenkunden spezialisiert. Die Angebote reichen vom Kundenservice über die Einschätzung von Kreditrisiken bis hin zur Bekämpfung von Betrug, der Kundenkreis reicht bis in die USA, nach Südamerika, Südafrika und Indien. Das KGV liegt bei knapp 30, es gibt 14 Kauf-, drei Haltenempfehlungen und ein Urteil „Verkauf“.

Sika-Aktie

Die Schweizer Firma produziert eine breite Palette chemischer Produkte, etwa Dichtungs- und Dämpfungsmittel oder Baustoffe. Zu ihren Kunden gehört auch die Autobranche. Sika ist zudem in China mit bisher 34 Fertigungsstätten aktiv, zurzeit wird noch eine weitere eröffnet. Das KGV liegt bei 33, es gibt 15 Kauf- und acht Halten-Empfehlungen.

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