Zweites AC/DC-Konzert in Dresden: "Männertage für zwischendurch"

Ob aus Polen, Ingolstadt oder England: Den Fans ist kein Weg zu weit. Bereits am Nachmittag warten sie auf die Rockstars. Zu Besuch auf einem "Camper-Parkplatz" kurz vorm Konzert.

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"Die Atmosphäre ist jedes Mal anders": Ronnie und Glenn Willard sind mit ihrem Hund Angus aus Bridgewater im Südwesten Englands angereist. © Matthias Rietschel

Dresden. Ronnie und Glenn Willard sitzen trotz des stark bewölkten Himmels auf Campingstühlen vor ihrem Wohnmobil. Auf der Kühlerhaube liegt eine Flagge auf der steht, "AC/DC Family". Als Glenn nach ihrem Hund Angus ruft, ist alles klar - die zwei sind durch und durch verrückt nach AC/DC, Angus Young ist der mann in der ewigen Schuluniform, der Gitarrist.

Die Willards leben in der Nähe von Bristol im Südwesten Englands. "Ich habe AC/DC das erste Mal 1984 live gesehen. Danach war ich bei jeder Tour dabei", sagt Glenn. In diesem Jahr haben die beiden bereits die Konzerte in Gelsenkirchen, München und Italien besucht.

Insgesamt stehen zehn Shows auf ihrer Liste. Nach dem Konzert in Dresden fahren die zwei weiter nach Frankreich. "Es ist immer toll die Band an unterschiedlichen Orten zu sehen. Die Atmosphäre ist jedes Mal anders", sagt Glenn. "Dresden war das erste AC/DC-Konzert, vor dem wir ein bisschen betrunken waren", fügt sie lachend hinzu. Das Erlebnis sei immer wieder einzigartig - sie meint dabei die Show, aber vielleicht auch ein bisschen alles. Für die zwei ist es nicht nur die Musik, die ihre Begeisterung für AC/DC ausmacht, sondern das Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein. Über eine Facebook-Gruppe halten sie stets Kontakt zu befreundeten Fans. "Heute treffen wir uns noch mit Freunden aus Hamburg", freut sich Glenn. Sein Highlight bei der Show ist das Finale. "Der Song 'For Those About to Rock' (We Salute You) ist einfach großartig aber auch gleichzeitig traurig, weil es der letzte Song ist. Dann weiß man: Jetzt ist wieder alles vorbei."

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Tosia und ihr Vater Lucasz sind mit dem Wohnmobil aus Polen nach Dresden gefahren. © Matthias Rietschel

Tosia sieht AC/DC heute zum ersten Mal live. Die Siebenjährige trägt ein T-Shirt mit pink glitzerndem AC/DC Logo. Gemeinsam mit ihren Vater Lucasz ist sie aus Polen angereist. Die beiden campen mit ihrem Wohnmobil in der Nähe der Elbe. Vor dem großen Hard-Rock Erlebnis sind sowohl Tochter als auch Vater etwas aufgeregt. Insgesamt waren sie drei Tage in Dresden. Die Schönheit der Stadt hat Lucasz begeistert.

Mario Kühnel und Alexander Wecker aus Dresden sind im Partnerlook unterwegs. Vater und Sohn tragen die unverkennbaren AC/DC Schuluniformen, die sie selbst gestaltet haben. "Ich habe meinen ersten Anzug an meinen Sohn übergeben", erzählt Mario Kühnel. Der 56-Jährige ist bereits seit 1980 großer Fan der Band und hat sie schon zwölf Mal live gesehen. "Das Highlight war auf jeden Fall das Konzert 2000 in Riesa. Da konnte ich Brian Johnson die Hand geben", schwärmt er.

Nicht ganz so viele AC/DC Konzerte hat Gert Lippert bisher miterleben können. Der 54-Jährige konnte die Band bisher dreimal live sehen. Vor vier Jahren war er auch schon einmal in der Dresdner Rinne. Sein Sohn Dennis ist heute auch dabei. "Das sind unsere Männertage zwischendurch", scherzt Gert Lippert. Das Einzige, was ihn nervt, sind zu wenig Parkmöglichkeiten rund um das Konzertgelände.

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"Ich habe meinen ersten Anzug an meinen Sohn übergeben": Vater Mario Kühnel und Sohn auf dem Weg zum Konzert. © Matthias Rietschel

Fanliebe die unter die Haut geht

Band-Shirt, eine Jeansweste mit vielen knalligen AC/DC Aufnähern und einem großen Tattoo des AC/DC-Logos über den ganzen rechten Arm hinweg - Erwin Straßers Fanliebe ist nicht zu übersehen. Der 54-Jährige ist mit Freunden aus Ingolstadt angereist. "1985 war ich auf meinem ersten AC/DC Konzert. Der Sound ist immer noch genauso geil wie früher", schwärmt er. Sein bisher dickstes Konzerterlebnis hat er 2015 in Nürnberg gehabt. Er empfindet AC/DC als Konstante - sowohl musikalisch als auch für sein Leben. Seine Lieblingsnummer? Ganz klar "Hells Bells".

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Erwin Straßer aus Ingolstadt freut sich besonders auf den AC/DC-Hit "Hells Bells". © Matthias Rietschel

Ronnie und Glenn Willard sitzen derweil noch immer vor ihrem Camper und haben gute Laune. Auf ihrer Reise zu den AC/DC-Konzerten haben sie bisher über 9.000 Kilometer hinter sich gebracht. Glenn wird auch beim Tourabschluss am 17. August im Crokepark dabei sein. Bis dahin düsen die zwei noch etwas länger über "Den Highway to Hell". Zunächst aber mal kommt jetzt der Abend. Der in Dresden.

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